Vor 5 Jahren, also im zarten Alter von 11 Jahren, hatte ich das große Privileg mit meinem Onkel und einem Bekannten nach Alaska (Etna Bay) zu fliegen.
Da ich mich noch sehr gut daran errinern kann und ich ein Reisetagebuch angelegt habe dachte ich mir blogge ich über meinen Flug in die Wildnis.

Abflug

Mein Onkel holte mich und meinem sparsam gepackten Rucksack (Stichwort: Wasserflugzeug) mit dem Auto ab. Am Flughafen trafen wir dann unseren 3. Mann, einen Freund meines Onkels. Obwohl der Flug „ziemlich“ lange dauerte, machte es mir recht wenig aus, da es einen eigenen Fernsehr mit allen Rafinessen an Board gab und ich das Fliegen sowieso über alles liebe. Nach dem wir endlich angekommen sind schlug einem sofort das Gefühl von Amerika entgegen, die Menschen, die Stadt..  einfach alles. Nun befanden wir uns, hier in Ketchikan, nur noch eine Flugstunde von der unberührten Wildnis Alaskas entfernt.

Ankunft – Ketchikan

Nachdem langem Flug waren wir alle ziemlich erschöpft und beschlossen daher erst einmal unser Motel, welches wir für eine Nacht buchten um am nächsten Tag mit dem Wasserflugzeug starten zu können, auf zu suchen. Eine kurze Verschaufpause, Gepäck ablegen und dann hieß es Essen. Da es schon Abends war wollten wir uns nicht mit einer all zu langen Besichtigungstour aufhalten sondern beschlossen diese für Morgen aufzuheben. Nach einem ausgiebigen Amerikanischen Abendessen, welches bei mir aus Nachos mit ordentlich Käse, Oliven und Tomaten bestand, fielen wir kurz darauf in unsere Betten.

Ketchikan 1. Tag

Ketchikan

Ketchikan

Wir wollten früh am Morgen aufstehen sodass wir noch viel besichtigen können um dann in den Busch zu fliegen. Neben unserem Motel befand sich ein MC Donalds welcher in den Morgenstunden schon gut von jungen Familien besucht war. Wir beschlossen aber lieber ein richtiges Amerikanisches Frühstückshaus auf zu suchen. Ich weiss nicht mehr wie es was ich bestellt habe aber es war.. eben typisch Amerikanisch. Ein extrem süßer Kakao, dazu ein Glas Wasser mit Eiswürfeln (Angeblich ziemlich gesund.. dies bezweifel ich aber) und einen Frühstücksteller. Dieser bestand aus Spiegeleiern, die so salzig waren das man von dem Ei nur die Konsistenz erahnte, Würstchen,welche ziemlich gut und ja ziemlich fettig waren und eben noch Brot.
Gut gesättigt machten wir uns dann an die Stadttour. Da Kechtikan früher einmal eine Goldgräberstadt war beschlossen wir uns die alten Goldgräberhäuser am Fluss anzusehen. Danach besuchten wir noch etliche Läden ohne groß was zu kaufen da wir sowieso nichts davon im Busch gebrauchen konnten.
Am Nachmittag war es dann soweit. Wir packten unsere (Im wahrsten Sinne des Wortes) sieben Sachen und flogen mit dem Wasserflugzeug raus aus der belebten Stadt und rein in die Wildnis Alaskas.

Ankunft – Etna Bay

Luftaufnahme vom Wasserflugzeug aus

Der Flug mit dem Wasserflugzeug war wunderschön. Es war zwar verdammt eng und laut aber man hatte einen herrlichen Blick auf die einzelnen Inseln.
Am Steg angekommen begrüßte uns schon der Besitzer des Blockhauses, in dem wir nun einen Woche lang leben, mit seinem Quad und einem alten Boot, als Anhänger für mehrere Leute, welches ab nun an unser Vortbewegungsmittel war. Obwohl ich schon oft in den Wäldern war, war es in Alaska um einiges anders. Die Bäume standen so eng zusammen das man nur schwer mehrere Meter hindurch sehen konnte und es hing überall helles grüne Moos von den Ästen. Auf einer sehr gut ausgebauten Straße fuhren wir an einer kleinen Kirchen und 2 Blockhäusern vorbei. Die meiste Zeit sahen wir aber nur Wald, Wald und nochmals Wald.

Unsere Hütte in mitten der Wildnis

Als wir an unserer Blockhütte ankamen erwartete uns schon der Vater des Besitzers. Ein älterer Mann aber man konnte seine innere Energie förmlich spüren. Die Hütte befand sich neben der Straße auf einer kleinen Lichtung und war recht komfortabel eingerichtet. Im Wohnzimmer stand ein Laptop (Ohne Internet), eine große Küche, Bad und mehrere Schlafzimmer.
Nachdem wir alle unser Gepäck verstaut hatten beschlossen wir aufzubrechen und uns ins Abenteurer zu stürzen..

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